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Film: Kleine Fische
'Kleine Fische' - eine österreichische Komödie mit
tragischen Elementen aus dem Jahr 2009 mit einer
Spielfilmlänge von 85 Minuten. Regie führte Marco
Antoniazzi, der mit 'Kleine Fische' sein Spielfilmdebüt
feierte; auch war er - wie bei Filmdebüts häufig der
Fall - beteiligt am Drehbuch.
Kinostart feierte 'Kleine Fische' am 20. Mai 2009 - und war
außerdem Eröffnungsfilm der Diagonale (dem
jährlich stattfindenden Festivals des
österreichischen Films - zur Förderung
österreichischer Produktionen und Steigerung der
Aufmerksamkeit gegenüber inländischen Produktionen).
Weitere Daten:
Drehbuch: Marco Antoniazzi & Gregor Stadlober
Filmproduktion: Novotny & Novotny
Kamera: Niko Mayr
Schnitt: Niki Mossböck
Drehort: Wien
Finanziell gefördert wurden Projektentwicklung und Herstellung
durch die Filmfonds Wien.
Inhalt:
'Kleine Fische' erzählt die Geschichte zweier auf den ersten
Blick ungleicher Brüder: Auf der einen Seite Kurt (dargestellt
von Volker Schmidt), ein Rebell und Ausreißer, und auf der
anderen Seite Martin (Michael Steinocher), der Schüchterne und
Stubenhocker.
Nachdem Kurt als Erstgeborener der Familie schon früh aus dem
Elternhaus ausgerissen war, um in Hamburg als Computerspezialist ein
kleines, aber gewinnbringendes Multimedia-Geschäft (inklusive
schwarzem Porsche Cabrio) aufzubauen, lebt sein jüngerer
Bruder Martin noch im elterlichen Haus und arbeitet
zuverlässig im familieneigenen kleinen Fischladen eines Wiener
Grätzls mit.
Für den 24-jährigen Martin dreht sich eigentlich sein
ganzes Leben um den Fisch: Die häuslichen
Familiengespräche sind bestimmt von Fisch, das
tägliche Mittagessen besteht in der Regel aus Fisch, der die
Standards nicht mehr erfüllt, um hinter der Warentheke
verkauft zu werden – und familiäre Unternehmungen
und Urlaube bestehen in der Regel aus Angelausflügen; ganz zu
schweigen von einem ständig gegenwärtigen Fischgeruch.
Das kleine Fischgeschäft ist verschuldet und in dieser Form
bereits Martin überschrieben.
Eines Tages verstirbt der gemeinsame Vater Martins und Kurts,
Tesarek, unerwartet, nachdem er im geschäftseigenen
Kühlhaus auf einem Eisklumpen ausgerutscht war – und
nach 13 Jahren treffen die Brüder nun bei dessen Beerdigung
erstmals wieder aufeinander. Zunächst sind sie nur verbunden
durch das Erbe ihres Vaters: Dem Fischgeschäft - denn Kurt
fordert, in Wien angekommen, seinen Pflichtanteil des Erbes ein.
Bis zu diesem Zeitpunkt war es für Martin keine Frage gewesen,
dass er den Laden der Familie weiterführen würde -
denn schließlich hatte er dies im Unterschied zu seinem
älteren Bruder Kurt schon immer getan. Und Martin hatte es
schon immer als einen gewissen Verrat an der Familie empfunden, dass
Kurt so früh das elterliche Haus verlassen hatte.
Das Erbe sollen nun aber beide Brüder antreten.
Sowohl die Brüder als auch deren Mutter (Brigitte Kren) sehen
sich mit der Frage konfrontiert, welches die beste Lösung sei
für die Zukunft von Familie und Fischladen - während
sich Martin in der Globalisierungskritik engagiert und den Laden auf
den Grundlagen ökologisch-verantwortungsbewusster Standpunkte
weiter führen möchte (nicht zuletzt auch mit dem
Hintergrund, Studentin und Radiomoderatorin Karin (Sabrina Reiter) zu
beeindrucken, die von deutlich konsumkritischer Überzeugung
ist), hält Kurt nichts von dessen Plänen und
möchte das Fischgeschäft gewinnbringend und so
schnell als möglich verkaufen. Unterstützung
erfährt Kurt darin auch durch seine Mutter.
Zwischen den Brüdern herrscht zunächst gegenseitiges
Misstrauen und ihre Zusammenarbeit ist geprägt von
Streitigkeiten. Beide sehen sich mit den Herausforderungen von
Globalisierung und Konkurrenz in Form eines um die Ecke lauernden
Lebensmitteldiscounters konfrontiert. Gemeinsam ist den beiden
Brüdern lediglich das Interesse an Karin - was allerdings zu
weiteren Konflikten führt.
Erst mit der Zeit erkennen die Brüder, dass sie mehr
Gemeinsamkeiten verbinden, als sie vermutet hätten - als Kurt
und Martin sich aber schließlich zusammenraufen,
müssen sie erkennen, dass sie den Zeitpunkt verpasst haben, zu
dem es noch möglich gewesen wäre, Potenziale des
Fischladens zu nutzen.
Vor einem Neuanfang sehen sich beide Brüder mit der Aufgabe
konfrontiert, zunächst individuelle Altlasten zu
bekämpfen und aus dem Weg zu räumen.
Aspekte der dargestellten Familiendynamik finden sich beispielsweise in
Sätzen wie 'Red lieber mit der Mama, die hat dich in die Welt
gesetzt, die muss dich verstehen!'
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